Bitte nicht wundern: Neuigkeiten bei den Stromsteuer-Formularen

29.11.2019 Bitte nicht wundern: Neuigkeiten bei den Stromsteuer-Formularen

In der letzten Zeit erreichten uns vermehrt Anfragen von entnervten bis verzweifelten Mandanten, die sich an den neuen Stromsteuer-Formularen der Finanzverwaltung die Zähne ausgebissen hatten. Auch echte Stromsteuer-Routiniers aus unserem Mandantenkreis waren darunter, weil sie auf einmal ihre Standard-Formulare nicht mehr fanden oder sich über geänderte Funktionen wunderten. Lassen Sie sich gesagt sein: Sie sind nicht allein! Gerne fassen wir noch einmal kurz einige Praxis-Hinweise zur Nutzung der neuen Formulare für Sie zusammen:

Die Finanzverwaltung stellt ihre Formulare zunehmend auf sogenannte „intelligente“ (einen sarkastischen Kommentar verkneifen wir uns mal an dieser Stelle) Formulare um. Das bedeutet für Sie vor allem, dass Sie viele der neuen, aber zunehmend auch der alten Formulare nicht mehr vollständig „am Stück“ als PDF herunterladen können, z.B. für eine händische Bearbeitung oder um sich einen Überblick über das Gesamtformular zu verschaffen. Vielmehr füllen Sie das gesamte Formular direkt am Rechner aus und können es dann erst ganz am Ende – wenn Sie alle Pflichtfelder ausgefüllt haben, und zwar nur dann – ausdrucken bzw. als PDF erzeugen lassen. Die Formulare reagieren dabei dynamisch auf Ihre Angaben. Sollten Sie also ein Feld vermissen, von dem Sie wissen, dass es da sein müsste, kann es u.U. daran liegen, dass Sie an irgendeiner Stelle zuvor ein Häkchen nicht richtig gesetzt haben.

Zudem noch ein Hinweis zu den Formularen zur Versorgereigenschaft bzw. zum sogenannten „kleinen Versorger“. Hier haben sich die Formulare ebenfalls verändert, und zwar auch inhaltlich: Die früher auszufüllenden Betriebserklärungen 1412a bzw. 1410a gibt es in dieser Form zwischenzeitlich nicht mehr (1412a ist seit Kurzem gar nicht mehr verfügbar, 1410a hat nun einen abgeänderten Inhalt für spezielle Fälle mit Kleinanlagen, dann wiederum gibt es zusätzlich das Formblatt 1410az). Das bedeutet, dass für die Tätigkeitsanzeige als „kleiner Versorger“, die für viele Anlagenbetreiber relevant ist, häufig nur noch das etwas vereinfachte Formular 1412 auszufüllen ist – das wenigstens ist mal eine erfreuliche Entwicklung…

PRAXISTIP 1: Nutzen Sie gerade bei den intelligenten Formularen die Funktion „XML-Datei runter-/hochladen“. So können Sie Ihre Einträge speichern, mit Kollegen oder Beratern austauschen, ggf. vervielfachen (wenn Sie mehrfach dasselbe Formular für verschiedenen Anlagen ausfüllen müssen) und vor allen Dingen verhindern, dass alle Ihre Einträge verloren gehen, wenn das Formular mal wieder „abstürzt“ – auch das kommt ja leider immer mal wieder vor…

PRAXISTIP 2: Prüfen Sie ganz am Ende im PDF noch einmal gründlich, ob alle Kreuzchen noch richtig sitzen. Wir haben es mehrfach erlebt, dass Kreuzchen sich zwischen zwei Bearbeitungsschritten automatisch „verschoben“ haben.

PRAXISTIP 3: Schauen Sie bei Unklarheiten in die häufig ganz oben in den Formularen verlinkten „Ausfüllhinweise“, die sind teils recht hilfreich. Bei größeren Unsicherheiten kann man auch beim Hauptzollamt nachfragen.

Und wenn dennoch Fragen offenbleiben: Sie wissen ja, wie Sie uns erreichen…

Ansprechpartner

Dr. Bettina Hennig
Rechtsanwältin und Partnerin

E-Mail: Hennig@vbvh.de
Tel.: 030/8092482-20

Ansprechpartner

Dr. Katrin Antonow
Rechtsanwältin

E-Mail: Antonow@vbvh.de
Tel.: 030/8092482-20