Emissionshandel

Emissionshandel

Europa nimmt im Kampf gegen den Klimawandel eine Vorreiterrolle ein und installierte mit dem Emissionshandelssystem ein europaweites Instrument zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen. Vielversprechend startete das Emissionshandelssystem im Jahr 2005 in der Europäischen Union, unabhängig von wichtigen Akteuren wie China oder den USA. Bis heute gilt das EU-Emissionshandelssystem als wichtigstes klimapolitisches Instrument der Europäischen Union zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen, bis 2020 um 20 Prozent im Vergleich zu 1990.

Ziel des Emissionshandels ist es, eine absolute Begrenzung der Emissionen zu den geringsten volkswirtschaftlichen Kosten zu erreichen.

Das Prinzip ist vergleichsweise simpel:

Grundsätzlich wird in einem Emissionshandelssystem zunächst eine absolute Emissionsobergrenze festgelegt. Diese absolute Emissionsobergrenze bildet den Rahmen für die insgesamt verfügbaren Emissionsberechtigungen bzw. Emissionszertifikate.

Unternehmen, die am Emissionshandel teilnehmen, müssen für alle von ihnen verursachten Emissionen über Emissionszertifikate verfügen. Ein Emissionszertifikat berechtigt dabei in der Regel zur Emission von einer Tonne Kohlendioxid oder einer vergleichbaren Menge Treibhausgase mit demselben Treibhausgaspotenzial. So ist sichergestellt, dass die vorab festgelegte Emissionsobergrenze nicht überschritten wird. Mit den Emissionszertifikaten können die am Emissionshandel beteiligten Unternehmen frei untereinander handeln. Durch den Zertifikatehandel soll ein wirtschaftlicher Wert entstehen, der Anreize zur Einsparung von Emissionen bieten soll.

Das EU-Zertifikatesystem ist mehr als zehn Jahre alt und wurde bereits vielfach angepasst. Doch mit dem Alter stiegen auch die Zweifel an der Effizienz des Systems. Vielfach wird ein extremer Überschuss an Zertifikaten im Markt beklagt und die gewünschte Anreizwirkung zur Durchführung von Effizienzmaßnahmen bezweifelt. Um diesem Trend entgegenzuwirken und den Markt wieder anzukurbeln, wird auf EU-Ebene derzeit eine Verknappung der Zertifikate diskutiert.

Wir beraten Sie zu allen Rechtsfragen rund um den Emissionshandel und den Handel mit Emissionszertifikaten.

Für die Betreiber von emissionshandelspflichtigen Anlagen sind mit dem Emissionshandel nicht nur administrative und wirtschaftliche Belastungen, sondern auch Chancen verbunden. So können Anlagenbetreiber durch eine gesteigerte Energieeffizienz und den Einsatz von Biomasse die Menge an abzugebenden Emissionszertifikaten verringern und aus dem Handel mit Emissionszertifikaten wirtschaftliche Vorteile generieren.

Rechtliche Fragen stellen sich etwa bei der Zuteilung von Emissionszertifikaten an KWK-Anlagen. Hier kommt es aufgrund der Festlegungen zum sogenannten carbon leakage darauf an, auf welche Weise die erzeugte Wärme genutzt wird. In jedem Fall ist immer auch das Zusammenspiel zwischen immissionsschutzrechtlicher Genehmigung und der Einordnung einer Anlage im Emissionshandel zu beachten.

Eine genaue Kenntnis und Würdigung der rechtlichen Rahmenbedingungen auf europäischer und nationaler Ebene ist in diesem Zusammenhang für Ihre unternehmerischen Entscheidungen unabdingbar.

Wir beraten Betreiber von emissionshandelspflichtigen Energieanlagen und Industrieanlagen sowie Handelsunternehmen zu allen Fragen rund um den Emissionshandel. Insbesondere bieten wir die folgenden Beratungsleistungen an: